
2026 INSZENIEREN WIR EIN LETZTES MAL IN DER SCHÖNSTEN TANZKULISSE DER SCHWEIZ. VOM 9. – 11. JULI VERABSCHIEDEN WIR UNS MIT A BASH – EVERYTHING IS EVERYTHING – art as a form of resistance.
ABENDKASSE
JEWEILS AB 19.00 UHR
BARBETRIEB
JEWEILS AB 19.00 UHR
ES WERDEN IHNEN AUSGEWÄHLTE WEINE AUS DER PROVENCE ANGEBOTEN SOWIE LECKERE TAPENADEN MIT HAUSBROT ALS SNACK DAZU.
Der Rosengarten beim Eingang ist über einen kurzen Kiesweg erreichbar – es gibt keine Treppen oder Auf- und Abgänge, der Boden ist jedoch uneben.
Für die Performance bieten wir Rollstuhlplätze sowie bei Bedarf Sitzkissen oder Stühle mit Rückenlehne an. Es gibt öffentliche WCs, die mit dem Rollstuhl allerdings nur schwer zugänglich sind. Man muss über den Kiesweg wieder zurück an die Hauptstrasse und von da aus zum WC.
Content Note:
Es wird laute Musik mit Bässen gespielt. Das Stück thematisiert intersektionalen Widerstand und enthält englischen Text. Der gedruckte englische Text sowie die deutsche Übersetzung ist bei Bedarf an der Abendkasse kostenlos erhältlich.
„Pay as you can“-Tickets:
Wir bieten an der Abendkasse „Pay as you can“ an. Pro Abend stehen 20 Tickets für “pay as you can“ zur Verfügung. Für alle, denen eine andere Ticketkategorie gerade nicht möglich ist.
ODER AN ALLEN BEKANNTEN TICKETVORVERKAUFSSTELLEN
PREISE
REGULÄR (FREIE PLATZWAHL) 28 CHF
REDUZIERT (FREIE PLATZWAHL) 18 CHF
GÖNNEND (FREIE PLATZWAHL) 38 CHF
GOLDEN SEATS* 50 CHF
(*reservierter Sitzplatz in der Front Row & herzlichster Dank für die Unterstützung)



Who can sit at the table? Who is whispering their words to others? How do you bring change about? Do you need a seat at the table? Or can you build your own seat? Do you need a seat or can you find other form?
Some are at the table, there is no more space. Can you wisper your opinions in someone’s ear? Can you influence the people at the table. Or do you have to sit at the table. Can you build your own table? Can you change the narrative? Or the better question, do we even need a table? Are these formats of conversation even reasonable for all of us? Can we have conversations on chairs, with no table? Or on the floor? On the dance floor? In someone’s kitchen? On a playground? Where does change happen?
Widerstand. Er ist vielseitig, bringt Menschen zusammen und führt zu Veränderung. Und doch ist er fragmentiert, fragil und angreifbar. Die Geschichte zeigt, dass gemeinschaftliches Handeln auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Formen am stärksten gegen ausbeuterische und diskriminierende Strukturen wirkt. In einer Zeit zunehmender Individualisierung, Digitalisierung und sozialer Fragmentierung stellen wir uns die Fragen: Wie sieht Widerstand heute aus? Und wie bleibt er möglich?
Die letztmalige Produktion von Tanz im Rosengarten, “A Seat at the Table”, setzte sich mit Fragen von Zugänglichkeit, Mitspracherecht und normativen Entscheidungsprozessen auseinander. Die neue Produktion “Everything is Everything“ führt diese Auseinandersetzung fort und richtet den Blick sowohl auf gesellschaftliche Transformationsprozesse als auch auf die Rolle aller einzelnen Personen darin. Was sind die Handlungsoptionen einer Zivilgesellschaft jenseits der formellen und informellen Strukturen?
Wie kann eine leise Stimme in einem Meer aus lauten Stimmen gehört werden? Wie laut kann ein Mensch schreien, bevor er zum Schweigen gebracht wird? Wie entsteht Veränderung und wie Widerstand? Ziviler Widerstand existiert, seit es Gesellschaft gibt. Es ist eine Form der Ermächtigung, eine Antwort auf Ungerechtigkeit, Gewalt und Dominanz. Generationen von Aktivist*innen, Denker*innen und Revolutionär*innen – insbesondere FINTA (Frauen, inter, non-binäre, trans und agender Personen) und BIPoC (Black, Indigenous, People of Color) – haben auf vielfältige, kreative Weise für bessere Lebensbedingungen und gegen Diskriminierung und Gewalt gekämpft. Ob im Verborgenen hinter verschlossenen Türen oder lautstark auf der Strasse: Auf ihrem Vermächtnis bauen heutige Widerstandsbewegungen auf. Von Demonstrationen gegen Kriegsverbrechen über die Bekämpfung von Gewalt an Frauen bis hin zum Klimastreik -wir beobachten wie der Platz für Widerstand mit zunehmender Militarisierung und autoritären Tendenzen weltweit immer enger wird. Als Kulturschaffende tragen wir eine Verantwortung, bestehende Systeme der Unterdrückung zu kritisieren und Widerstandsbewegungen, die sich dagegen wehren, zu stärken. Über fünfzig Menschen aus unterschiedlichen Kultur- und Lebensbereichen kommen in diesem Projekt zusammen um mit Tanz, Spoken Word und Gesang vergangene und gegenwärtige Widerstandskämpfe anzuerkennen und zu ehren – und das Publikum dazu einzuladen, in die eigene Kraft zu treten. „Everything is Everything“ ist ein Aufzeigen, und zugleich ein Aufruf, Widerstand zu leisten – gemeinsam, verletzlich, berührend, laut und leise.
Hinter den Freilicht-Tanzproduktionen im Berner Rosengarten steht die Berner Choreographin und Tänzerin Rena Brandenberger. 2009 ins Leben gerufen, veranstaltet, leitet und choreographiert sie die poetischen Inszenierungen rund um den Seerosenteich im Herzen von Bern.
Die Produktionen bieten jungen, ambitionierten semiprofessionellen und professionellen Tänzerinnen aus der ganzen Schweiz eine einzigartige Plattform. Die Tänzer*innen formieren sich unter der Leitung von Anna Chiedza Spörri & Rena Brandenberger und überzeugen mit fundiertem Tanzkönnen, starkem Ausdruck und grosser Tanzleidenschaft.
Seit 2009 erfreuen sich die Tanzinszenierungen von Rena Brandenberger & Team im Rosengarten grosser Beliebtheit. Besonders einzigartig ist dabei die Integration des Rosengartens als natürliche Kulisse der Performance. Dieser Ansatz ist nicht nur ästhetisch, sondern auch nachhaltig, da der bestehende öffentliche Raum bewusst genutzt und nicht künstlich verändert wird. Der Ort zeichnet sich zudem mit einer hohen natürlichen Partizipation aus – Kunst im öffentlichen Raum par excellence.
Schweren Herzens haben wir entschieden, dass dies die letzte TANZ IM ROSENGARTEN Ausgabe sein wird. Die schwierige Finanzierungsmöglichkeit mit diesem Projekt ausserhalb von Normen und Strukturen macht es uns Jahr für Jahr schwer(er) dieses Projekt auf sichere Beine zu stellen. Wir sind der Überzeugung mit diesem Projekt seit über 16 Jahren den Nerv der Zeit zu treffen; relevante Themen werden im öffentlichen Raum zugänglich und mit hoher künstlerischer Relevanz und Qualität verhandelt. Das Projekt bietet der Tanzcommunity der Schweiz eine wichtige Plattform und die grosse Beliebheit beim Publikum ist weit über die Kantonsgrenzen beleg- und spürbar. Jedoch reicht die hohe Publikums- und Communitybeliebtheit nicht aus – das Projekt hatte für uns Jahr für Jahr einen sehr hohen Preis, denn wir ohne die Unterstützung relevanter Institutionen nicht länger auf unseren Schultern tragen können. Wir gehen mit «a big bang» und wollen nochmals TANZ IM ROSENGARTEN in seiner schönsten und berührensten Form hochleben lassen. Wir sehen uns bei unserem «grande finale» – one last dance!



Rena Brandenberger & Anna Chiedza Spörri
Rena Brandenberger & Anna Chiedza Spörri in Zusammenarbeit mit den Tänzer*innen
Anna Chiedza Spörri in Zusammenarbeit mit Sophie Chioma Gerber
Earle Ira Garnette Jr.
Igihozo
Kadjali “Kali” Kaba
Moa Bomolo
Daniel Tschanz
Nuance Veranstaltungstechnik
Mit Lee-Ann Aerni, Lia Anthamatten, Moana Altenburger, Emilie Aeschlimann, Beatrice Bello, Sarah Berger, Lia Bolter, Shania Bürki, Arlette Dellers, Zoé De Reynier, Chiara Halter, Deva Patruno, Laura Doser, Lisa Föllmi, Andrina Frey, Thuvaraga Ganapathipillai, Sophie Chioma Gerber, Luna Greco, Anna Guenat, Lucía Wachtel Guerrero, Mariane Justen, Elina Kim, Saya Käser, Calinah Kiener, Lea Korner, Nayla Kramer, Apurnika Sathes Kumar, Selma Kadic, Li Laffer, Isabelle Leuenberger, Ariadna Martinez Alcantara, Mariana Moralez Tomaz, Benie Matumona, Olivia Michel, Harumi Mumenthaler, Emma Ochsner, Simisola Oke, Celine Osei Wireko, Nina Ritter, Jasmin Rosa-Abreu, Natacha Rothenbühler, Danya Röthlisberger, Sara-Lisa Ringgenberg, Andrea Schneider, Emilie Schalch, Julia Späti, Anna Lea Spörri, Lina Stäheli, Ella Stalder, Caroline Staubli, Gifti Tekako, Flynn Thalheim, Ersilia Trinca, Emily Troxler, Nesil Yilmaz, Chloé Wanner, Zoë Serafina Wiedmer, Lena Zingg
Laura Gauch, Muriel Rieben, Andy Caradonna
Harumi Mumenthaler & Marva Gradwohl
Andrea Grossenbacher, Beatrice Bello, Anna-Pierina Godenzi, Laura Doser & Tabea Käsermann
Wir danken ganz herzlichen für Ihre wunderbare Unterstützung:
STADT BERN, KANTON BERN, BURGERGEMEINDE BERN, BEKB FÖRDERFONDS, GVB KULTURSTIFTUNG, RITZ CROSSMEDIA, NUANCE, PASSIVE ATTACK, BALLSAAL BERN, PLATTFORM FREAKIDZ, TANZHAUS BERN, TANZWERK 3011
Des weiteren danken wir ganz herzlich allen Gönner*innen, welche unser Crowdfunding unterstützt haben!
